Historie

Der Ursprung des Unternehmens geht offiziell auf das Jahr 1778 zurück. Damals heirateten Wilhelm Boltersdorf und Katharina Elisabeth Strepp. Boltersdorf trat damit in die Kreuzauer Mühle des Tillmann Strepp ein – eine der ältesten Papierfabriken des Dürener Landes.

tl_files/brohlwellpappe/redaktion/Tradition/Brohl.jpgÜber 140 Jahre blieb die Familie als Papiermacher in Kreuzau. Auf Wilhelm Boltersdorf folgt Heinrich Boltersdorf (1782–1850), Damian Boltersdorf (1815–1860), Bernhard Boltersdorf (1847–1920) und Josef Boltersdorf (1879–1952). Letzterer erwirbt 1919 in Brohl am Rhein eine Papierfabrik, die ebenfalls auf eine langjährige Geschichte zurückblickt. Begründet 1792 von dem Holländer Pieter Jacob van der Meulen war sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine der bedeutendsten Papierfabriken im Rheinland. Im gleichen Jahr wird die Fabrik in Kreuzau verkauft.


tl_files/brohlwellpappe/redaktion/Tradition/Ahrbrueck.jpgSein Sohn Fritz Boltersdorf (1913–1989) wagt 1953 mit dem Beginn der Erzeugung und Verarbeitung von Wellpappe am Standort Brohl den für das heutige Unternehmen entscheidenden Schritt. 1957 wird in Ahrbrück ein weiterer Unternehmensstandort gegründet. Dort wird eine dritte Papiermaschine aufgestellt und im Jahr 1962 eine Wellpappenfabrik angegliedert.

In Fleisbach (heute Gemeinde Sinn bei Herborn) wird ein kleiner Papierverarbeitungsbetrieb übernommen und in den Folgejahren wesentlich vergrößert. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wurden seit 1972 die Papierfabrikation in Brohl, die Wellpappenerzeugung und -verarbeitung in Ahrbrück und Fleisbach konzentriert. Wegen mangelnder Ausdehnungsmöglichkeit in Ahrbrück wurde 1990/91 ein Teil der Verarbeitung an den Standort Mayen verlagert, erweitert und eine Wellpappenanlage aufgestellt. Im Jahr 1996 traf die Familie die schmerzliche, aber notwendige Entscheidung, die Papierfabrikation nach 218 Jahren in Brohl-Lützing aufzugeben. Die Papierfabrik schloss noch im selben Jahr ihre Pforten.

Ein großer Schritt erfolgte im Jahr 2000. Das Werk Ahrbrück wurde komplett an den Standort Mayen verlagert. Es entstand auf einer Grundfläche von fast 90.000 m² in
Gebäuden mit über 34.000 m² Nutzfläche einer der modernsten Betriebe der deutschen Wellpappenindustrie.

Im Jahr 2003 wurde das renomierte Unternehmen Wellpappe Rheinland GmbH in Niederzier bei Jülich übernommen. Es blickte ebenfalls auf eine lange, traditionsreiche Geschichte zurück. Die Gründung als ein Unternehmen zur Herstellung von Wellpappe durch Johannes Krieger erfolgte bereits im Jahr 1917. Seit der Übernahme wurde das Werk auf anspruchsvolle Stanzartikel und hochwertigen Flexodirektdruck sowie Offsetkaschieren konzentriert und spezialisiert.

Die geschäftlichen Aktivitäten gingen Anfang 2008 auf die Brohl Wellpappe über, der Standort wurde erhalten.

Durch die Übernahme der Ehm-Gruppe in Trier 2006 erweiterte sich das Produkt- und Fertigungsspektrum um Offsetdruck, Inlinekaschierung, Vollpappenverarbeitung, Reprographie und Druckplattenherstellung. Ende 2009 siedelte das Unternehmen nach Föhren um. Hier entstand auf einem Grundstück von 62.000 m² ein Betrieb mit einer Fläche von 22.000 m².